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29. September 2015 2 29 /09 /September /2015 13:08

Nur eine Möglichkeit ...

 

Einst lebte der Mensch wahrhaft den einen Tag, welcher zeitlos ist und die reine Kraft. Anfänglich nahm der Mensch diese Segnung auch wahr. Er brauchte nicht essen, nicht sterben, nicht arbeiten, nicht sich für den Erhalt der Art fortzupflanzen. Vielmehr war er frei in all seinem Denken, Erfahren und Tun. Er lebte wahrhaft im Garten Eden, mit all seinen Sinnen. Alles, was er wünschte, stand ihm umgehend zur Verfügung. So konnte er erleben, einsehen, erzeugen, wissen und fühlen, was immer er wollte. Jeder einzelne Mensch war die reine Energie Gottes in menschlicher Form und sich stets dessen bewusst, dass Gott sich durch ihn zeigte, um Lebendigkeit zu erfahren. Somit wurde mit jedem neuen Kind auch eine neue Form, ein weiterer Ausdruck Gottes geboren. Das Kind hatte in Eden keinen Vater und keine Mutter. Es war und blieb ein Kind Gottes, welches in der Gemeinschaft seiner Brüder und Schwestern erwuchs.

 

Zeit, in der Form wie wir sie kennen, gab es nicht. Eine Planung für kommende Tage, Monate, Jahre machte keinen Sinn, da jeder neue Tag der Eine war, an dem eine neue Idee alles wieder verändern konnte.

 

Als der Mensch begann, von den Tieren zu lernen, mehr und mehr nach außen als nach innen schaute, vergaß er seine göttliche Herkunft. Begann die Fähigkeiten des Tieres mehr zu schätzen als die Eigenen, welche offensichtlich über die eines jeden Tieres hinausreichen. Um nicht heimatlos zu sein, erdachte er sich seine Ahnen von Tieren abstammend. Diesen sich durch Gewalt überlegend wähnend, hob er sich gar auf einen Thron und setzte sich dann eine irdische Krone auf, die sowohl seine geistige und dem folgend auch die körperliche Beweglichkeit - behinderte. Metall gehörte nämlich in keiner Zeit zu jenen Dingen, die der wahren Menschen Häupter zieren. Warum sollte sich Gott als Mensch ausdrücken, um sich dann mit unbequemen Dingen zu beglücken, wo doch auch alle anderen Dinge für ihn mit lediglich einem Fingerschnippen - locker leicht erhältlich sind?

 

Ist Gott etwa gelangweilt vom Glück?

 

Natürlich nicht. Gott ist nur zu sanft, um sich am Menschen vorbei und in dessen Leben, in den Vordergrund zu drängen. Er wartet ganz entspannt, bis der Mensch selbst in den Hintergrund tritt und ihn bittet, die Führung zu übernehmen. Würde ich denn jemanden als göttlich empfinden, der sich aufdrängt? Ich denke nicht, und kann damit Gottes Verhalten absolut verstehen. Dankeschön.

 

Ist Mensch sich der Allmacht Gottes bewusst, fühlt dessen Lebendigkeit in sich, dann ist es ein leichtes zu erfassen, was Gott wirklich durch mich, den Menschen, ausdrücken will. Ich bin mir zum Beispiel dessen gewiss, enge und drückende Schuhe mag Gott nicht.

 
     

 

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Published by Luxus Lazarz - in Dichter*Werkstatt
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