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3. September 2011 6 03 /09 /September /2011 20:06
   

 

Die Erfahrung mit der Liebe in den vergangenen Jahren meines Lebens, brachte mir die erstaunliche Entdeckung, dass Liebe etwas ganz Anderes ist, als ich Jahrzehnte glaubte, suchte und versuchte festzuhalten. Einst glaubte ich, dass Jenes, was für mich liebenswert war, bestimmte Eigenschaften haben müsste, Bedingungen erfüllen, die aus meiner Sicht Voraussetzung für meine Liebesfähigkeit waren. Dabei übersah ich, dass ein Mensch auf diese Art niemals erfahren würde, was Liebe wirklich ist. Bedingungslos. Bedingungslos in ihrer Akzeptanz dessen, was sich ihr zeigt. Das Bestimmen von Voraussetzungen durch mich, zeigte mir selbst, dass ich zu Liebe gar nicht willens und scheinbar unfähig war.

 

Eine Liebe, die auf Bedingungen gründet, wird mit dem Fließen des Lebens haltlos, verliert sich in den Schatten der Zeit. Nur die im Licht des Augenblicks zwischen zwei Menschen entstandene Liebe kann ewig Bestand haben, wenn der Mensch einfach weiter Jenes liebt, was in ihm am Anfang Liebe entfachte und folgend dann auch Jenes, was sich mit der Zeit daraus entwickelt hat. Alles verändert sich, Liebe ist auch Akzeptanz, dass es so ist.

 

Nur so können immer wieder neue Höhepunkte im Spiel mit der Liebe geschaffen werden, kann sich Schatten in Licht transformieren. Liebe entzündet sich nicht aufgrund eines großen Busens, eines starken Bizeps oder gemeinsam erfahrener Leidenschaft. Liebe zündet in dem Moment, wo sich das Licht von vier Augen trifft und der Rest der Erscheinung des Menschen einfach wundervoll ist, weil jenes, was in uns liebt, auch dort in jenem Menschen lebt und wahrnehmbar ist. Diese Liebe ist allumfassend tragende Energie, strebt nicht nach Gewinn oder Besitz und ist jedem Menschen möglich, gleichgültig ob dieser männlich oder weiblich ist.  Die Liebe ist der Urgrund allen Seins. Alles, was lebendig ist, kann nur durch diese akzeptierende Liebe in die Welt hinein geboren werden.

 

Die Liebe zeigt sich fühlbar im Menschen, durch ein Empfinden der Verbundenheit, des Hingezogenseins zu Jenem, was dem Auge und Herz, leuchtend im Grau des Alltags erscheint. Der Mensch kann die Liebe nicht finden, sie findet ihn. Ob er will oder nicht. Diese Liebe ist frei von Begehren, sie trägt die ewige Sehnsucht nach der Nähe des Anderen in sich. Die Nähe genügt, alles was sich aus dieser ergibt, ist das Spiel der Liebe mit dem Augenblick der Ewigkeit. Alles geschieht ohne Plan, doch was der Mensch dort erfährt, reicht weit hinaus über alle Grenzen der Zeit.

   
   

 

       

   
   

 

                                                           

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Menschenland * Gedanke und Erfahrung * hausgemacht    

   

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Published by Luxus Lazarz - in Wort und Sinn
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