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22. August 2016 1 22 /08 /August /2016 15:16
 

 

 

 
 

 

Wäre die Natur so unzufrieden, mit dem eigenen Werk, wie es der Einzelne oft ist, indem er sich selbst am Eigensinn des Anderen misst, würde nur selten überhaupt jemals etwas zur Reife gelangen, und der Mensch hätte gar keine Basis, für sein Dasein, alles Überarbeiten und all jene, dem Ganzen vorauseilende Unzufriedenheit.

 

Offensichtlich ist, die Natur überarbeitet nichts. Lässt sprießen und leben, ist zufrieden mit jenem, was sich ins Licht schiebt. Lässt all jenes gewähren, was sich aus ihr und in ihr bewegt, oder auch ganz langsam schwingt. Die Natur überarbeitet nichts. Sie legt keinen Maßstab an, um ihre Ideen und Projekte, den vorgefundenen Richtlinien anderer Schöpfer anzupassen, oder um zu begradigen, was in ihr lebendig und vollkommen ist. Wenn die Natur mit irgendwem im Wettbewerb steht, dann wohl höchstens mit sich selbst, denn wer kann schon mit dem Unfassbarem wahrhaft mithalten. Doch auch ohne Wettbewerb ist die Natur, ewig unglaubliche Fülle und erzeugt Jahr für Jahr neuen Reichtum aus all jenem, was nicht überarbeitet wird, sondern lediglich in ihr verinnerlicht.

 

Die Natur gibt, was sie hat, und dies ohne Zögern, Zweifel und Zagen. Und was scheinbar keiner ihrer Bewohner braucht, das liebt sie selbst. Nur deshalb sind wir alle lebendig und auch, weil sie in uns ist, dieses zauberhafte Wesen, das uns von Beginn an erfüllt und umschmiegt. Alle Natur im Menschen kann sich selbst zum Blühen inspirieren sowie in Formen lieben, die stets einzigartig sind.  

 

Man erinnere sich an den schiefen Pony in der Kindheit, den manche Mutter solange überarbeitet hat, und dann war er ab. Dem Leben sei Dank, wächst ja alles Natürliche wieder nach und sprudelt die Quelle auch solange weiter, wie wir aus ihr trinken und genießen oder auch nur feinsten Stoff fischen, um diesen weiterhin bemustern und unendlich überarbeiten zu können.   

 

 
 

 

 

 

 

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Published by Luxus Lazarz - in Dichter*Werkstatt
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