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7. Juni 2008 6 07 /06 /Juni /2008 11:23

 

 

 

 

 

 

Das Seltene und sein Samen - oder auch - der seltene Samen, zeigt sich in einem Moment unserer Aufmerksamkeit, dessen Erscheinen, Erblühen oder auch Duft - derart das Bewusstsein des Menschen einfangen, dass wir uns für eine Sekunde und manchmal auch etwas länger – als überraschend in einer Welt angekommen wahrnehmen, deren Existenz - uns bis zur Begegnung mit dem Seltsamen - gar nicht bekannt war. Schnell gleitet diese Welt jedoch wieder aus unserem Blick, wenn uns nicht das Wesen - des Seltsamen berührt.

Ist das Seltsame derart fühlbar, dass im Menschen für einen Moment gar scheinbar der Atem stehen bleibt, so öffnet sich dem Empfinden dieses Menschen eine Tür, durch welche das Bewusstsein - frei und ungehalten von den Bedenken des Verstandes - für immer entschlüpfen kann. Entschlüpfen kann aus einer Welt, die des Menschen Herz gar selten nur zum Hüpfen brachte. ...und der Mensch fühlt nun und erkennt, dass er selbst es sich schwer und schwerer machte, selten lachte, und alle seine Zweifel eigenköpfig säte, all jenes - was ihn quälte – so manche Nacht, so manchen Tag, so manche Lebenszeit – von der nichts als Erinnerung bleibt, die keine Freude in des Menschen Leben hat erzeugt. Berührt den Menschen das Wesen des Seltsamen, kann er sich von diesen Erinnerungen lösen, und Raum durch Staunen für Anderes schaffen - geliebtes Leben, lebendiges Lachen...

 

Diese Gedanken entstammen diesem Buch: buch-card-3 

 

Foto: Christel Vieten link

 

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Published by Luxus Lazarz - in Wort und Sinn
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