Overblog Folge diesem Blog
Administration Create my blog
23. März 2016 3 23 /03 /März /2016 13:27
   
 

 

Die Intensität des Moments der Vorstellung ist wesentlich für das nahende Erscheinen jeder Manifestation. Zeit spielt dabei wahrhaft keine Rolle, entscheidend ist das Empfinden des Vorstellbaren. Manchmal genügen Sekunden, um jenes in die Realität zu rufen, wofür der Verstand Jahre eingeplant hatte. Das einfachste Beispiel ist die Befruchtung, gleichgültig dabei, woher Ei und Samen stammen. Alles ist in uns und wird von dort ins Licht gebracht.

 

Jedes Kind ist die Manifestation der Gedanken der Zeugenden. Von Anfang an, offenbart das Leben hier seine größte Wandlungskraft durch Liebe und Hingabe an das, was ist. Würde sich ein Kind in das Leben kämpfen, wäre es wahrscheinlich von Beginn an Halbwaise. Küken zerbrechen ihre Eierschale, der Mensch jedoch wird in das Leben geströmt, da der Geist in ihm fließend wirkt. Das Leben wiederum, welches die Gebärende aus sich herauspresst, ist meist ein Teil des ungelebten Selbst von Mutter und/oder Vater. Somit ist eine Erfahrung aus vielerlei Wahrnehmung an und für sich Eins, doch deren Wirkung wird durch den Erfahrungshorizont des Wahrnehmenden selbst bestimmt. Ich denke und empfinde, dass wir unsere eigene Geburt nur überleben können, weil da lediglich Gefühl ist und hingebungsvolle Wahrnehmung. Jeglicher Widerstand endet hier tödlich.

 

Auch, wenn es immer mal wieder durch die Welt klingt, der Mensch wird nicht geboren, um zu sterben. Vielmehr ist er hier, um zu leben, was noch kein Anderer vor ihm belebt hat. Genau aus diesem Grund, sind die Schöpferkräfte im Menschen eingewebt. Denn eine Jacke kann man stehlen, das Füllhorn der Fantasie, die Berührung des Wundervollen - jedoch nicht.

 

Sich dessen bewusst zu sein, lockt Momente in das Leben, die uns die eigene Schöpferkraft alltäglich mehr und mehr fühlbar machen und auch greifbar in Manifestationen offenbaren. Will man wirklich wissen, wie es funktioniert, erfährt man es oft in jenem Moment, wo das Wissen nicht mehr wichtig ist. Manche haben jedoch auch unglaubliches Glück und bestimmen von Anfang an, ihr Leben mit einer schlafwandlerischen Sicherheit, die mich so Staunen lässt, dass ich in Stille und Freude für all die Liebe und Genialität des Ganzen danke.

 

Als einfachster und auch abenteuerlichster Weg, zeigt sich mir wachsend der Aufenthalt im Jetzt. Wenn man dort all das Unbekannte entdeckt, sind da selten bis nie Gedanken, die mich am Erkennen des Wahrhaften hindern. Vieles, was ich dort nun entdecke, tanzte nur Momente zuvor, lediglich über meine Vorstellungsbühne. Was mir mehr und mehr die Gewissheit schenkt, dass zu allem, was ich mir vorstellen kann, auch ein Weg hinführt. … und selbst, wenn ich den Weg nicht immer allein finde, so schuppst mich das Leben irgendwann drauf. Sodass mir letztendlich gar nichts weiter übrig bleibt, als mich selbst im Gefundenen zu erkennen.

 

Manchmal ist es schmerzhaft, doch immer war es Glück. Denn, was könnte einen Menschen glücklicher machen, als das Erkennen * wie die Dinge wahrhaft entstehen?

 

 

 
 

Fließendes Bewusstsein

Fließendes Bewusstsein

Foto: Frank Poppner

 
 

Zusammenfassende Arbeitsnotiz

 

Alles, was ich mir vorstellen kann, existiert bereits im Moment meiner Vorstellung. Ich nehme es in mir wahr, kann es fühlen, hören, manchmal auch riechen und schmecken. Es ist da, weil ich es in mir wahrnehme. In mir - sehe ich es aus der Ferne, doch dennoch weiß ich, weil ich es sehe und fühle, dass es einen Weg gibt, der mich dorthin führen wird. Somit ist die Grenze des mir Erfahrbaren, lediglich jene * in meiner Vorstellungskraft. Doch mit jedem Schritt, mit jedem Blick und mit jedem neuen Empfinden, erweitern sich die Grenzen, weil Bewegung stets alles verändert sowie unwiderruflich weitere Ein- und Aussichten zeugt.

Dieses zu erkennen, führt aus dem Überlebensmodus heraus und macht infolge alles freudvolle Weiterleben zu einer wahrhaft sanften Berufung. 

 

 

 

Repost 0